Die IT- Ausstattung in den städtischen Kindertagesstätten verbessern und medienpädagogische Konzepte für kleine Kinder entwickeln

Antrag

  1. Das Referat für Bildung und Sport stattet die städtischen Kindertagesstätten bedarfsgerecht und zeitnah mit moderner IT (Hard- und Software) aus.

  2. Das Referat für Bildung und Sport entwickelt zeitnah ein medienpädagogisches Konzept, ausgerichtet auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen (Krippenkinder / Kindergartenkinder) und stellt dieses dem Stadtrat vor.

Begründung:

Derzeit ist die IT-Ausstattung der meisten städtischen Kindertagesstätten unzureichend. In vielen Einrichtungen verfügt lediglich die Einrichtungsleitung über einen PC-Arbeitsplatz inklusive Internetzugang. Die restlichen Teammitglieder inklusive Fachteam (Integrationsfachkräfte / heilpädagogische Fachkräfte / psychologische Fachkräfte / hauswirtschaftlichen Fachkräfte etc.) haben oftmals keine Möglichkeit auf, von der Stadt zur Verfügung gestellte, Geräte zuzugreifen. Wenn Geräte vorhanden sind, handelt es sich dabei oftmals um Hardware, welche von Seiten der Eltern gespendet wurde, um das Team in der Ausübung ihrer Arbeit zu unterstützen. Mangels WLAN in den Einrichtungen hat das Personal dann mit diesen Geräten keinen Zugang zum Internet.

In der alltäglichen Realität in den Einrichtungen behelfen sich die Mitarbeiter*innen daher oft mit ihren eigenen Privatgeräten und greifen mittels eines selbst eingerichteten Hotspots (unter Nutzung ihrer eigenen Mobilfunkdaten) auf das Internet zu. Dies tun die Fachkräfte, da sie keine Möglichkeit haben, IT auf andere Weise in ihrer täglichen Arbeit zu nutzen. Da einige dieser Fachkräfte auf eine IT-Ausstattung angewiesen sind, da sie im Netz recherchieren müssen, Berichte und Anträge verfassen und sich mit Dritten (z.B. der Regierung von Oberbayern) austauschen müssen, ist es ein untragbarer Zustand, dass die Ausstattung der Einrichtungen so ungenügend ausfällt.

Wenn man die Fachkräfte befragt, so gibt es neben der mangelhaften Hard- und Softwareausstattung jedoch auch ein großes Problem mit fehlenden medienpädagogischen Konzepten für die unterschiedlichen Altersstufen. Hier muss von Seiten des Referats für Bildung und Sport dringend der Bedarf erkannt werden, neben der Medienpädagogik für Schulkinder auch die jüngeren Kinder in den Fokus zu nehmen und schnell Konzepte auszuarbeiten. Kinder benötigen je nach Alter einen ganz anderen Zugang zu Medien. Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine schier unübersichtliche Anzahl an Apps und Software für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche in Kindertagesstätten. Wichtig ist hierbei, dass Personal zu schulen und eine Handreichung zu geben, welche Produkte sich sinnvoll einsetzen lassen. Dafür benötigt es

sowohl Aus- und Fortbildung, vor allem jedoch ein Zielbild welche Art von Medienbildung in den städtischen Kindertageseinrichtungen gewünscht ist und auch gelebt werden soll.

Da sich die technische Welt mit ihren Möglichkeiten mittlerweile so rasant weiterentwickelt ist es unabdingbar, dass die Stadt sich so schnell wie möglich mit den Möglichkeiten und Notwendigkeiten befasst und Programme und Ideen für die Medienarbeit in den Kitas entwickelt.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Beantwortung unseres Antrags.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Sebastian Weisenburger Jutta Koller Anja Berger Sabine Krieger Oswald Utz

Dr. Florian Roth

Mitglieder des Stadtrates

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