Ja zum Neubau einer Multifunktionshalle und der energetischen Sanierung der Sportstätten im Olympiapark

Trotz der Olympiaentscheidung:

Ja zum Neubau einer Multifunktionshalle und der energetischen Sanierung der Sportstätten im Olympiapark

Antrag

Dem Stadtrat wird zur Entscheidung vorgelegt, welche guten Konzepte aus dem Bid Book für München auch ohne den Zuschlag für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 umsetzbar und finanzierbar sind:
Dazu wird dem Stadtrat sobald als möglich dargestellt:

1. Das Konzept und die Kosten für den Neubau einer Multifunktionshalle am Standort der Event-Arena

2. Das Konzept für den Neubau oder eine Sanierung des Eissportzentrums

3. Das energetische Sanierungskonzept der Sportstätten von 1972 (Olympiahalle, Olympia-Schwimmhalle, Olympiastadion) mit dem Energieverbrauch, den Kosten und den zu erwartenden Energieeinsparungen sowie dem Sanierungszeitraum, der eine Umsetzung der Maßnahmen möglich und finanzierbar erscheinen lässt.
Begründung:

Mit der gestrigen Entscheidung des IOC ist der Traum von Olympischen und Paralympischen Winterspielen in München leider geplatzt. München hätte der Welt beweisen können, wie Olympische Spiele nachhaltig, ökologisch und fair gestaltet werden können. Doch das hochgelobte und nachhaltige Bewerbungskonzept für die Winterspiele 2018 in München hat sich nicht durchgesetzt. Ziel der Stadt muss es jetzt sein, die herausragenden Bausteine des Bewerbungskonzeptes dennoch zu verwirklichen, damit sie nicht einfach in der Schublade verschwinden.

Gerade die „Nachnutzung“ der ehemaligen olympischen Sportstätten im Olympiapark in München ist ein zentraler Aspekt des Bewerbungskonzeptes und zeugt von Nachhaltigkeit par excellence.

Die Sportstätten von 1972 werden noch immer intensiv genutzt. Dazu werden zur Zeit die inzwischen in die Jahre gekommenen Anlagen dem Stand der Technik angepasst und aufwendig saniert. Die energetische Sanierung wurde jedoch aus Kostengründen bisher zurückgestellt und sollte nur im Falle des Zuschlages bis 2018 realisiert werden. Im Bewerbungskonzept werden dazu Maßnahmen genannt, die zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs um mindestens 30% gegenüber den Ist-Werten führen. Damit könnte sich eine Einsparung von über 4 MWh Fernwärme und 3 MWh Strom pro Jahr ergeben, was wiederum eine erhebliche Kostenreduzierung für die Olympiapark München GmbH und damit auch für die Stadt München wäre.

Auch die geplanten Neubauten der Hallen am Standort der Event-Arena und des Eissportzentrums werden schon länger diskutiert.

So ist das Eissportzentrum derzeit so marode und die Technik so veraltet, dass ein Neubau voraussichtlich einer Sanierung vorzuziehen ist. Damit könnten auch mehr Trainingsflächen für den Amateur- und Profi-Eissport geschaffen werden, die derzeit zu knapp sind und in Konkurrenz zur öffentlichen Eislaufnutzung stehen.

Auch die neue Event-Arena würde mit den geplanten 7000 Zuschauerplätzen in der nacholympischen Nutzung als Veranstaltungs- und Sporthalle das Hallenspektrum in München sinnvoll ergänzen.

Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Lydia Dietrich
Siegfried Benker
Sabine Krieger
Jutta Koller
Dr. Florian Roth
Sabine Nallinger
Paul Bickelbacher
Gülseren Demirel
Dr. Florian Vogel
Thomas Niederbühl

 

 

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