Ja zur Nachhaltigkeit im Sport

Antrag

Trotz der Olympiaentscheidung:
Ja zur Nachhaltigkeit im Sport
Dem Stadtrat wird zur Entscheidung vorgelegt, welche guten Konzepte aus dem Bid Book für München auch ohne den Zuschlag für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 sinnvoll, umsetzbar und finanzierbar sind:

Die Stadtverwaltung wird deshalb beauftragt:

1. ein Konzept für die nachhaltige Durchführung von Sportveranstaltungen zu erarbeiten.
Analog dem Leitprojekt „360° OLYMPIC UND PARALYMPIC MANAGER“ sollen Kinder und Jugendliche aus Sportvereinen und Schulklassen in sogenannten Natursportcamps Wissen um fragile Habitate und Biotope, um Gebote und Einschränkungen lernen, aber auch die Erlebnisse des eigenen Handelns im Sport erfahren. Nur so bekommen sie ein Verständnis für Zusammenhänge und die Auswirkungen individuellen Verhaltens.

2. einen Wettbewerb für die Münchner Sportvereine auszuloben mit dem Ziel der Erstellung von individuellen Nachhaltigkeitskonzepten und deren Durchführung für vereinseigene Sportveranstaltungen.

Begründung:

Mit der gestrigen Entscheidung des IOC ist der Traum von Olympischen und Paralympischen Winterspielen in München leider geplatzt. München hätte der Welt beweisen können, wie Olympische Spiele nachhaltig, ökologisch und fair gestaltet werden können. Doch das hochgelobte und nachhaltige Bewerbungskonzept für die Winterspiele 2018 in München hat sich nicht durchgesetzt. Ziel der Stadt muss es jetzt sein, die herausragenden Bausteine des Bewerbungskonzeptes dennoch zu verwirklichen, damit sie nicht einfach in der Schublade verschwinden.

Nachhaltiges Denken und Handeln im Sport ist ein wichtiges Ziel, das auch ohne die Umsetzung des Leitprojektes für München 2018 vermehrt im Sport in München thematisiert werden sollte. Nur wenn junge Menschen Spaß an der Bewegung in der Natur haben können, entwickelt sich bei ihnen Offenheit für Neues und die Bereitschaft zum Lernen. Nur so kann ein Bewusstsein für die Natur und den Schutz empfindlicher Strukturen und Zusammenhänge entstehen.
Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Lydia Dietrich
Siegfried Benker
Sabine Krieger
Jutta Koller
Dr. Florian Roth
Sabine Nallinger
Paul Bickelbacher
Gülseren Demirel
Dr. Florian Vogel
Thomas Niederbühl

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