Lesbisches Leben in München

Antrag

Lesbisches Leben in München

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, im Rahmen der Arbeit für Lesben, Schwule und Transgender im kommenden Jahr einen Schwerpunkt auf lesbisches Leben in München zu setzen. Dazu gehört entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärungs-, Fortbildungs- und Informationsangebote.

Begründung:

Lesbisches Leben in München ist auch in Zeiten der zunehmenden Liberalisierung für Lesben, Schwule und Transgender nach wie vor wenig sichtbar. Der CSD gilt als „Schwulenparade“, die eingetragene Partnerschaft als „Schwulenehe“. Lesbische Frauen kommen mit ihrer eigenen Lebensidentität in der Stadtgesellschaft kaum vor. Darüber hinaus sind lesbische Frauen von starken Diskriminierungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen betroffen. Lesbisches Leben findet in München in allen Bereichen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens statt. Dennoch sind die Lebenslagen von lesbischen Frauen oftmals nicht sichtbar und nicht bekannt. Oftmals werden sie als nicht relevant betrachtet und somit nicht berücksichtigt oder aber ignoriert und abgewertet. So sind lesbische Frauen sehr häufig von Diskriminierungen am Arbeitsplatz betroffen, wenn sie in „sozialen Berufen“ mit kirchlichen Trägern angestellt sind. Andererseits sind gerade lesbische Frauen verstärkt in Führungspositionen von Unternehmen zu finden. Lesbisches Leben in München zeichnet sich in den letzten Jahren aber auch verstärkt durch lesbisches Familienleben aus, da Kinder in lesbischen Beziehungen leben und geboren werden. Auch leben in München viele lesbische Frauen mit Migrationshintergrund.
Diese Beispiele machen deutlich, dass lesbisches Leben in München stark vertreten, aber oft nicht sichtbar ist.
Sichtbarkeit aber ist ein wesentlicher Schritt hin zur Offenheit und Akzeptanz.

Bündnis ’90/Die Grünen – rosa liste
Initiative:
Lydia Dietrich
Thomas Niederbühl

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