Mehr Bio im Klinikum – Kranke brauchen schadstofffreies Essen

Antrag

Das städtische Klinikum erhöht den Anteil von Bioprodukten bis 2025 auf 20% des Warenwertes und verwendet nur noch Fleisch aus ökologischer Tierhaltung.

Begründung:
In unserer letzten Anfrage zur Erhöhung des Bioanteils im Verpflegungsbereich der LH München 2011 lag der Bioanteil beim städtischen Klinikum bei 5 %! Das ist eindeutig zu wenig, da gerade kranke Menschen eine besonders gesunde Nahrung brauchen. Deshalb sollte der Anteil an Bioprodukten auch im städtischen Klinikum deutlich erhöht werden. Dass dies ohne zusätzliche Kosten machbar ist, zeigt das Beispiel der LWL Kliniken Lengerich und Münster.
Diese Kliniken hatten bereits 2016 einen Bioanteil von 20 % am Warenwert und verwendeten nur noch Bio-Eier und Fleisch aus ökologischer Tierhaltung. Möglich ist das durch eine Umstellung des Essensangebotes.
In Münster und Lengerich wurde Folgendes verändert:

– Reduzierung des Angebotes an Fleisch und der Fleischportionen durch die Verwendung aller Fleischanteile des Tieres z.B. für Bolognese oder Gulasch und nicht nur Stückfleisch;

– deutliche Erhöhung des vegetarischen Angebotes;
– Orientierung bei Auswahl der Lebensmittel am Saisonkalender;
– Zusammenarbeit mit lokalen Bauern und damit Erhöhung des regionalen Angebotes;
– Reduzierung der Abfälle durch das Angebot von variablen Portionsgrößen.

Durch diese Maßnahmen konnten die Kliniken ihre Kosten um 20 % reduzieren. Da der Anteil der Lebensmittel am Gesamtbudget der Klinik nur 2 % beträgt, konnten die Mehrkosten für Bio – nach Aussage der Klinik 0,33 % – durch die Kosteneinsparungen erwirtschaftet werden.
Dieses Beispiel zeigt, dass das viele Jahre vorgebrachte Argument, aus Kostengründen könnten die ohnehin defizitären Kliniken ihr Essen nicht auf Bio umstellen, nicht greift. Es wird endlich Zeit, dass in der Biostadt München auch die Kliniken ihr Bioangebot erhöhen.

Fraktion Die Grünen – rosa Liste

Initiative: Sabine Krieger, Katrin Habenschaden, Herbert Danner.
Mitglieder des Stadtrats

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