München fährt Tram III – Neue Tram-Radialen und -Tangenten angehen

Antrag

Die Stadtverwaltung und die MVG nehmen die folgenden Trambahnstrecken in den Nahverkehrsplan auf und leitet ihre zügige Umsetzung ein:

1. Tram-Süd-Tangente (Aidenbachstraße – Brudermühlbrücke – Welfenstraße – Ostbahnhof)

2. Tram 50 St. Emmeram – Moosach (der Linienverlauf folgt weitgehend dem Verlauf des Expressbusses X50)

3. Tram Rosenheimer Straße vom Ostbahnhof nach Neuperlach

4. Schlössertram durch die Verdistraße (Verlängerung der Tram von der Amalienburgstraße nach Westen) Eine Verlängerung über die Bergsonstraße und ggf. weiter nach Freiham ist zu prüfen.

Begründung
Die Umsetzung der Verkehrswende in München bedarf eines umfassenden Ausbaus des Trambahnsystems. Dies ist nötig um Alternativen zum Kfz-Verkehr zu schaffen und weniger Kfz-Verkehr schafft wiederum mehr Platz für Trambahnen. Bis zum Bau sollten die vorgeschlagenen Strecken von dicht getaktete Expressbussen mit Busspuren befahren werden.
Im Einzelnen sprechen für die zügige Erstellung der o.g. Strecken die folgenden Argumente:

Zu 1: Das südliche Ende der Tram-West-Tangente ist derzeit am U-Bahnhof Aidenbach-Straße vorgesehen. Sinnvoll wäre allerdings die Fortsetzung in Richtung Osten. Über die Brudermühlstraße könnte endlich eine leistungsfähige isarquerende ÖV-Verbindung im Münchner Süden geschaffen werden, die über bestehende Gleise in der Tegernseer Landstraße und die Welfenstraße zum Ostbahnhof fortgesetzt wird.

Zu 2: Der Münchner Norden entwickelt sich dynamisch u. a. mit der Bayernkaserne und dem FIZ. Hinzu kommen die Potenziale des EURO-Industrieparks. Er bedarf dringend einer tangentialen Verbindung im Zuge einer Tram 50 um Umwege über die Innenstadt zu vermeiden und um diese zu entlasten.

Zu 3: In der Rosenheimer Straße können die Flächen der ehemaligen Trambahn im Straßenraum sehr einfach reaktiviert werden. Die überfällige Umgestaltung des Ortskernes Ramersdorf kann in die Planungen mit einbezogen werden. Busse fahren bereits im dichten Takt. Die stark frequentierte U-Bahn zwischen Neuperlach und Innenstadt könnte durch die Tram entlastet werden.

Zu 4: Die sogenannte Schlössertram sollte von ihrer Endhaltestelle in der Amalienburgstraße nach Westen verlängert werden um die S-Bahn-Station Obermenzing und ein mögliches Park+Ride-Parkhaus am Autobahnkreisel anzubinden. Eine Verlängerung über die Bergsonstraße würde die Anbindung der Berufsschule und der S-Bahn-Station Langwied ermöglichen. Eine Fortsetzung nach Freiham wäre wünschenswert.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Paul Bickelbacher
Katrin Habenschaden
Herbert Danner
Anna Hanusch
Sabine Nallinger

Mitglieder des Stadtrates

Print Friendly

Nach oben scrollen