München schafft Wohnraum im Plusenergiestandard

07.07.2011

Trotz der Olympiaentscheidung:
München schafft Wohnraum im Plusenergiestandard

Antrag

Dem Stadtrat wird zur Entscheidung vorgelegt, welche guten Konzepte aus dem Bid Book für München auch ohne den Zuschlag für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 umsetzbar und finanzierbar sind:

Der Bau einer Wohnsiedlung analog des geplanten olympischen Dorfes im Plusenergiestandard wird weiterverfolgt.

Der Oberbürgermeister wird deshalb gebeten, sich bei der Bundesregierung und bei der Bundeswehrverwaltung dafür einzusetzen, dass eine Wohnbebauung am geplanten Standort des Olympischen Dorfes im Plusenergiestandard realisiert werden kann.

Sollte dies nicht möglich sein, wird die Stadtverwaltung beauftragt, ein anders geeignetes Grundstück im Stadtgebiet zu finden, wo analog dem Wettbewerbsergebnis des Olympischen Dorfes eine ähnliche Wohnbebauung im Plusenergiestandard geschaffen werden kann.

Begründung:

Mit der gestrigen Entscheidung des IOC ist der Traum von Olympischen und Paralympischen Winterspielen in München leider geplatzt. München hätte der Welt beweisen können, wie Olympische Spiele nachhaltig, ökologisch und fair gestaltet werden können. Doch das hochgelobte und nachhaltige Bewerbungskonzept für die Winterspiele 2018 in München hat sich nicht durchgesetzt. Ziel der Stadt muss es jetzt sein, die herausragenden Bausteine des Bewerbungskonzeptes dennoch zu verwirklichen, damit sie nicht einfach in der Schublade verschwinden.

Das geplante olympische Dorf in München würde neuen Wohnraum von 62.000m² und 9.700m² Büroflächen in einer energetisch hochwertigen und nachhaltigen Bausubstanz schaffen. Eine Plusenergiesiedlung in dieser Größenordnung ist einmalig und wäre ein weithin sichtbares Leuchtturmprojekt für die vielfältigen Klimaschutzbemühungen der Landeshauptstadt München.

Die Münchner städtischen Wohnungsbaugesellschaften haben sich verpflichtet das Olympische Dorf zu errichten und sich bereits intensiv mit den Finanzierungsmöglichkeiten und der Realisierung befasst. Es wäre von großem Vorteil für München, wenn das Projekt nun auch in die Tat umgesetzt werden könnte.
Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste

Initiative:
Lydia Dietrich
Siegfried Benker
Sabine Krieger
Jutta Koller
Dr. Florian Roth
Sabine Nallinger
Paul Bickelbacher
Gülseren Demirel
Dr. Florian Vogel
Thomas Niederbühl

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