MVV-Tarifreform: 365 €-Ticket liegt auf Eis

P R E S S E M I T T E I L U N G

Enttäuschung herrscht bei der Fraktion Die Grünen – rosa liste über den Stillstand bei der Einführung des 365 €-Tickets. Fraktionschefin Katrin Habenschaden kritisierte die am morgigen Dienstag, den 2.4.2019, zur Beratung anstehende Beschlussvorlage zur MVV-Tarifreform als „Ausweichmanöver in einer für die Verkehrswende in München zentralen Frage.“ Habenschaden kündigte an, ihre Fraktion werde dem Stadtrat mit zwei Änderungsanträgen vorschlagen, das 365 €-Ticket in einem Stufenmodell beschleunigt einzuführen: Mit einem Jugend- und Ausbildungsticket bereits zum Herbst 2020, und daran anschließend baldmöglichst ein Ticket ab 9 Uhr zum selben Preis. Da Ministerpräsident Söder im zurückliegenden Landtags-Wahlkampf einen Beitrag des Freistaats in Aussicht gestellt hat, soll der Oberbürgermeister zur Finanzierung mit dem Freistaat in Verhandlungen treten. Notfalls wollen Die Grünen – rosa liste das Jugendticket aber auch allein aus städtischen Mitteln finanzieren.

Katrin Habenschaden: „Die Einführung günstiger und einfacher Tarife ist eine entscheidende Komponente der Verkehrswende. Die aktuelle Tarifreform ist daher ein Schritt in die richtige Richtung, bleibt aber hinter den Anforderungen zurück. Wir brauchen jetzt konkrete und entschlossene Entscheidungen, um den Öffentlichen Nahverkehr in einer ersten Stufe endlich für jüngere Menschen attraktiver zu machen – und dazu wäre das 365 €-Ticket hervorragend geeignet, das zeigen die Erfahrungen anderer Städte wie Wien. Natürlich steht hier der bayerische Ministerpräsident in der Pflicht, seinen Wahlkampfversprechen Taten folgen zu lassen. Doch die Stadt München darf sich nicht auf ein Zeitspiel einlassen – die Verkehrswende muss jetzt beginnen!
Im stets klammen Berlin hat man gerade erst den Nulltarif für Schüler und Schülerinnen eingeführt, und ein 365 €-Ticket für Auszubildende. Es kann nicht angehen, dass diese vernünftige Reform im reichen München am Geld scheitert.“

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