Partizipation heißt Zukunft II – München bekommt Profis für die Partizipation

Antrag

In München werden in Zusammenarbeit mit im Bereich Partizipation besonders erfahrenen Trägern der Jugendhilfe vier Fachleute für die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen etabliert, die in ihren jeweiligen Regionen federführend zur Unterstützung von Belangen der Kinder und Jugendlichen eintreten. Sie unterstützen Einrichtungen, die sich im Bereich Partizipation verstärkt einsetzen wollen, bieten Fortbildungen an, wie Teilhabe für die verschiedensten Gruppen am besten gelingt und sehen sich als Scharnier zwischen den Wünschen der Kinder und der örtlichen oder überörtlichen Politik.

Begründung:

Partizipation von Kindern und Jugendlichen hat in München Tradition. Schon seit vielen Jahren gibt es die verschiedensten Ansätze, um die jüngeren Bürgerinnen und Bürger in das Stadtgeschehen einzubinden und ihnen eine selbständige Vertretung ihrer Interessen zu ermöglichen. Es gibt freie Träger in der Jugendhilfe, die sich die demokratische Bildung zum Hauptanliegen gemacht haben – und es gibt wohl kaum noch einen Träger, der Kinder- und Jugendbeteiligung für überflüssig hält. Mit dem Büro der städtischen Kinderbeauftragten und der in der Jugendhilfeplanung angesiedelten Stelle für Kinder- und Jugendbeteiligung setzt sich das Jugendamt zudem dafür ein, Kinder- und Jugendbeteiligung zu fördern und als Querschnittsthema in der Verwaltung zu etablieren.

Dennoch gaben bei der letzten Münchner Jugendbefragung (2017) 46 Prozent der befragten Jugendlichen an, dass ihre Interessen in München nicht ausreichend ernst genommen und gehört werden. 60 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung von der Politik für ihre individuellen Interessen und Bedürfnisse.

Vier Profis, die sich ausschließlich um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen kümmern, garantieren, dass dieses Thema nicht durch irgendwelche Sachzwänge hintangestellt wird. Viele Jugendeinrichtungen haben ein breites Beteiligungsangebot und wollen nur ein Feedback, ob sie die bestehende Bandbreite sinnvoll nutzen. Andere sind eventuell mit neuen Gruppen konfrontiert und brauchen Unterstützung, um neue passende Formate zu entwickeln. Wie z.B. lässt sich Geflüchteten unsere Idee der Teilhabe am besten vermitteln? Wie stimmt die engere Struktur von Schule mit unseren Ideen der Selbstbestimmung überein?

Aber auch die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit den Bezirksausschüssen fällt sehr unterschiedlich aus. Teils gibt es langjährig engagierte Kinder- und Jugendbeauftragte, die regelmäßig vor Ort unterwegs sind. Doch in anderen BAs sind diese Stellen vielleicht gerade neu besetzt worden und die Beauftragten haben mit Partizipation noch nicht viele Erfahrungen gemacht haben. In all diesen Fällen wäre es sehr hilfreich, wenn eine erfahrene Fachkraft zur Unterstützung bereitstünde.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:

Dr. Florian Roth

Katrin Habenschaden

Thomas Niederbühl

Sabine Krieger

Anja Berger

Herbert Danner

Paul Bickelbacher

Dominik Krause

Oswald Utz

Angelika Pilz-Strasser

Jutta Koller

Anna Hanusch

Sabine Nallinger

Sebastian Weisenburger

Mitglieder des Stadtrates

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