Quartiersgaragen für Neubaugebiete – Parken und Wohnen entkoppeln

Antrag

Die LH München errichtet in neuen Baugebieten Gemeinschafts-Quartiersgaragen.
Direkt den Wohnungen oder Arbeitsplätzen zugeordnete Stellplätze werden nur noch in Ausnahmefällen sowie für Car-Sharing und Mobilitätseingeschränkte errichtet.
Die Quartiersgaragen sind zugleich Logistikstützpunkte.
Wohnungen und Arbeitsplätze werden dafür standortnah mit Abstellplätzen für Fahrräder, Anhänger, Lastenräder etc. ausgestattet.
Die Punkte 1-4 werden bereits im zweiten Realisierungsabschnitt von Freiham modellhaft umgesetzt.

 

Begründung:
Quartiersgaragen am Rand von weitgehend autofreien Quartieren eröffnen Spielräume für attraktive Wohn- und Arbeitsstandorte. Öffentliche Räume in autofreien Quartieren entfalten eine besondere Qualität mit mehr Bäumen und nur in Ausnahmefällen parkenden Autos. Ein viel genanntes positives Beispiel dafür ist der Freiburger Stadtteil Vauban.
Quartiersgaragen ermöglichen günstigere Baukosten. Die Entkoppelung von Wohnung und Stellplatz ermöglicht all denjenigen, die kein eigenes Kfz besitzen wollen, auf einen Stellplatz zu verzichten und vermeidet die weitverbreitete Praxis, Stellplätze über das Wohnen zu subventionieren.
Quartiersgaragen können dem Bedarf entsprechend besser flexibel erweitert und verkleinert oder umgenutzt werden. In ihnen ist leichter eine duale Nutzung Wohnen/Arbeiten zu realisieren.
Quartiersgaragen wirken belebend für den Öffentlichen Raum, weil der Weg zum Auto von der Wohnung zum Parkhaus führt anstatt von der Wohnung in die Tiefgarage. Angesichts der längeren Wege zum Auto fällt häufiger die Entscheidung das Fahrrad oder den ÖV zu nutzen.
Nach dem Stadtratsbeschluss für ein autofreies Quartier zur Entwicklung im Münchner Nordosten ist es nur logisch auch andere neue Baugebiete entsprechend zu entwickeln. Insbesondere der zweite Realisierungsabschnitt in Freiham bietet sich dazu an, auch dort die Verkehrswende anzugehen.

 

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Initiative: Paul Bickelbacher, Katrin Habenschaden, Anna Hanusch, Herbert Danner, Thomas Niederbühl, Angelika Pilz-Strasser, Sabine Krieger.

Mitglieder des Stadtrats

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