Donnerstag, 14. November 2019

S-Bahnhof Laim muss barrierefrei bleiben

P R E S S E M I T T E I L U N G

„Inakzeptabel“ ist nach Worten von Grünen-Stadtrat Oswald Utz die Absicht der DB AG, während des vierjährigen Umbaus des S-Bahnhofs Laim keine Zugangsmöglichkeit für Mobilitätseingeschränkte zu schaffen. Utz fordert in einem Antrag, die Stadt solle sich mit der DB AG verständigen, um eine Lösung für das Problem – etwa in Form eines Ersatzaufzuges – zu finden. Falls kein Konsens herzustellen ist, fordert Utz ein alternatives barrierefreies Nahverkehrsangebot auf der entsprechenden Strecke zur Überbrückung bereitzustellen, beispielsweise durch eine Erhöhung der Taktung der weiteren Nahverkehrsangebote auf dieser Route.
Utz beantragt außerdem, in der neuen Umweltverbundröhre ebenfalls einen Aufzug zum Bahnsteig vorzusehen, da Mobilitätseingeschränkte andernfalls gezwungen wären, am Laimer Kreisel die Straße zu überqueren um zum Aufzug in der bereits bestehende Röhre zu gelangen.
Oswald Utz: „Es ist völlig unannehmbar, einen stark genutzten Verkehrsknotenpunkt wie den S-Bahnhof Laim auf Jahre hinaus für Rollstuhlfahrer oder Frauen mit Kinderwagen unbenutzbar zu machen. Hier mangelt es bedauerlicherweise immer noch am Grundverständnis der Verpflichtungen, die Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention eingegangen ist: Mobilitätseingeschränkte haben dasselbe Anrecht auf Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie alle anderen Menschen auch. Auch die Planung der neuen Umweltverbundröhre ist ein betrüblicher Ausdruck dieser Ignoranz. In Anbetracht der dreistelligen Millionensumme, die die Stadt zum Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke beisteuert, muss es möglich sein, hier nachzubessern.“

 

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