Schikane von „oben ohne“ Badenden an der Isar beenden

Das Vorgehen eines von der Stadt beauftragten Sicherheitsdienstes gegen „oben ohne“ badende Frauen an der Isar stößt bei der Fraktion Die Grünen – rosa liste auf entschiedene Ablehnung. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dominik Krause fordert in einer Anfrage Auskunft über den Vorgang und über die rechtliche Grundlage für das Einschreiten des Sicherheitsdienstes, der die Frauen laut Presseberichten (AZ vom 21. und 25. 6.) aufgefordert hat, ihren Oberkörper zu bedecken. Den Berichten zufolge sind die Frauen vom Verhalten des Sicherheitsdienstes „eingeschüchtert“ gewesen, Passanten gingen schließlich dazwischen.
Dominik Krause: „Das Vorgehen des Sicherheitsdienstes ist ein Angriff auf die so häufig von allen beschworene Liberalität und Weltoffenheit der bayerischen Landeshauptstadt. Es ist höchst zweifelhaft, dass die ‚Kommunale Badebekleidungsverordnung‘ eine ausreichende Rechtsgrundlage dafür bildet, um an der Isar einen Sittenkodex durchzusetzen, der offenkundig dem Grundsatz der Gleichheit der Geschlechter widerspricht und auch nach geltender Rechtsprechung als veraltet gelten muss. Ich fordere OB Reiter auf, dafür zu sorgen, dass ‚oben ohne‘ Badende – gleich welchen Geschlechts – an öffentlichen Münchner Badestellen nicht schikaniert werden und nötigenfalls die Verträge mit den  Sicherheitsdienste entsprechend anzupassen.“
Print Friendly

Nach oben scrollen