Seit 2012 gefordert: Taktverdichtung der Münchner U-Bahn

Die von der Fraktion Die Grünen – rosa liste seit vielen Jahren angestrebte
Taktverdichtung der Münchner U-Bahnen ist Gegenstand eines heute gemeinsam
mit der CSU eingereichten Antrages im Stadtrat. Darin fordern die beiden Fraktionen
die MVG dazu auf, die U-Bahnen täglich bis Betriebsende im Zehn-Minuten-Takt
sowie Montag bis Samstag von 6 bis 21 Uhr im Fünf-Minuten-Takt fahren zu lassen.
Von Donnerstag bis Samstag sollen die Züge zusätzlich rund um die Uhr fahren.
Bereits 2012 hatte die grün-rosa Fraktion einen Antrag zur Takterhöhung der
Münchner U-Bahnen gestellt, dieser wurde damals von einer Mehrheit im Stadtrat
abgelehnt. Auch weitere entsprechende Änderungsanträge zum Leistungsprogramm
der MVG von der grün-rosa Fraktion von 2015, 2016, 2017 und 2018 wurden von
CSU, SPD sowie dem von CSU-geführten Referat für Arbeit und Wirtschaft stets
abgelehnt. Im heute gestellten Antrag werden die Forderungen nun teilweise
übernommen.
„Seit Jahren schon fordern wir einen Ausbau des Münchner ÖPNV, an dessen
Anfang eine Effizienzsteigerung der bestehenden Infrastruktur stehen muss. Wir
begrüßen, dass die CSU-Fraktion unsere Forderungen nach einer lang fälligen
Verdichtung des U-Bahn-Taktes nun mitträgt“, so Fraktionsvorsitzende Katrin
Habenschaden. „Eine Taktverdichtung insbesondere während der Stoßzeiten wird
eine merkliche Verbesserung für alle Münchnerinnen und Münchner darstellen –
insbesondere für Schüler und Schülerinnen, Berufstätige und die vielen Menschen,
die täglich in die Stadt pendeln. Gleichzeitig sind kurz- und mittelfristige
Verbesserungen für den spürbar überlasteten ÖPNV vorwiegend an der Oberfläche
zu erreichen.“ So müsste parallel zum geforderten neuen U-Bahn-Takt auch eine
höhere Tram- und Bus-Taktung eingeführt werden, so Habenschaden. Sie spricht
sich außerdem für eine grundsätzliche Umverteilung des Verkehrsraums zugunsten
von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr aus: „Parallel zum geplanten U-Bahn-Ausbau
müssten auch neue Tram- und Buslinien mit Hochdruck geplant und umgesetzt
werden. Damit sich mehr Menschen für klima- und umweltfreundliche Alternativen
entscheiden brauchen wir außerdem dringend den Ausbau einer sicheren und
komfortablen Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr.

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