Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme III – Mit einer „SEM Europark“ den Euro Industriepark erfolgreich zu einer „Eurocity“ umstrukturieren

Antrag

Die Verwaltung legt den Euro-Industriepark als städtebaulichen Entwicklungsbereich fest und bereitet hierzu einen Einleitungsbeschluss für eine städtebauliche Maßnahme nach §§ 165 ff Baugesetzbuch vor. Gleichzeitig mit dem Beschluss und dem Beginn der vorbereitenden Untersuchungen wird eine Vorkaufsrechtssatzung erlassen.

Begründung:

Der Euro-Industriepark liegt nördlich des Eisenbahn-Nordringes bzw. des Frankfurter Rings beiderseits der Ingolstädter Straße zwischen Zenith/Lilienthalallee und Knorrstraße. Er ist nach der Stadtklimaanalyse ein Hitze-Hotspot, der auch auf das angrenzende Gebiet der ehemaligen Bayernkaserne ausstrahlt, wo die Errichtung von über 5000 Wohnungen geplant ist. Das gesamte Gebiet braucht daher eine städtebauliche Neuordnung und qualitätsvolle Durchgrünung. In diesem Rahmen können große bereits versiegelte Flächen für Wohnen und eine bessere Grünversorgung gewonnen werden.
Insbesondere der Bereich östlich der Ingolstädter Straße bis zum in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Grünzug entlang der Maria-Probst-Straße – zwischen dem Nordring und der ehemaligen Bayernkaserne – ist geprägt von einer (aus der Zeit gefallenen) extensiven Nutzungsmischung mit einem hohen Anteil ebenerdiger Verkaufsflächen und überdimensionierten Verkehrsflächen.
Der Euro-Industriepark ist derzeit noch sehr schlecht an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Dies wird sich jedoch durch die Verlängerung der Tram 23, dem geplanten Ausbau des Bahn-Nordrings sowie der tangentialen Tram-/Expressbusverbindung im nördlichen Bereich absehbar ändern. Weitere Verbesserungen, beispielsweise eine Trambahn auf der Ingolstädter Straße, sind möglich.
Aufgrund der Größe des Areals ist eine städtebauliche Maßnahme das geeignete Planungsinstrument für die Entwicklung eines neuen urbanen Stadtteils mit einer engen Verknüpfung von Wohnen, Arbeit, Versorgung und Grünflächen. Im Vergleich zur Umstrukturierung des Gewerbebandes in Obersendlig durch private Investoren, ist eine „SEM Europark“ der Weg, mehr – und vor allem auch dauerhaft – bezahlbaren und preisgedämpften Wohnraum zu schaffen und eine gerechte Finanzierung der sozialen Infrastruktur sicherzustellen.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Katrin Habenschaden
Anna Hanusch
Paul Bickelbacher
Herbert Danner
Angelika Pilz-Strasser
Jutta Koller

Mitglieder des Stadtrates

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