Vegetarische Essensoptionen in allen Münchner Schulen

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport wird beauftragt,

1: an allen städtischen Schulen sicherzustellen, dass es bei den angebotenen Mittagsessen immer auch ein vollwertiges vegetarisches Gericht als Auswahlmöglichkeit gibt.

2: an allen Campusstandorten, welche ihre Mahlzeiten durch eine Vergabe von Leistungen über das Cook&Chill-Verfahren erhalten, sicherzustellen, dass es bei den angebotenen Mittagsessen immer auch ein vollwertiges vegetarisches Gericht als Auswahlmöglichkeit gibt.

3: an allen staatlichen Schulen (Grund, Mittel, Förderschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen) darauf hinzuwirken, dass diese bei der Auswahl ihres Caterer / der Gestaltung ihres Essensplans immer auch ein vollwertiges vegetarisches Gericht als Auswahlmöglichkeit zur Verfügung stellen.

Begründung:

Aktuelle Zahlen (https://vebu.de/veggie-fakten/entwicklung-in-zahlen/anzahl-veganer-und-vegetarier-in-deutschland/) geben an, dass sich jeder zehnte Mensch in Deutschland ausschließlich vegetarisch ernährt. Viele Kinder und Jugendliche entscheiden sich ganz bewusst, kein Fleisch und Fisch zu konsumieren. Manche tun dies, da ihre Eltern sich bereits vegetarisch ernähren, manche wollen dies jedoch vor allem deshalb, da ihnen das Tierwohl und die Auswirkungen auf die Umwelt sehr wichtig sind. Diese Kinder und Jugendlichen möchten oftmals mit ihrem vegetarischen Lebensstil auch ein Zeichen setzen, das ihnen sehr wichtig ist. Von Seiten der Gesellschaft ist es notwendig, dass die große Gruppe derer, die sich bewusst vegetarisch ernähren möchte, auch die Möglichkeit bekommt dies zu tun. Durch den fortschreitenden Ausbau von Ganztagsschulangeboten essen immer mehr Kinder und Jugendliche ihr Mittagessen in der Schule. Hier können die SchülerInnen jedoch oft überhaupt nicht mitbestimmen, welches Essen gekocht oder gecatert wird. An vielen Schulen läuft die Verpflegung streng nach den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) die anregt, Fisch und Fleisch 1 bis 2 mal die Woche zu servieren. Gegen eine Ernährung, welcher auf dieser Empfehlung basiert ist grundsätzlich nichts einzuwenden, jedoch bedeutet sie für SchülerInnen, die sich vegetarisch ernähren, dass sie oft nur Beilagen essen können, wenn Fisch oder Fleisch serviert wird. Da jedoch alle Kinder und Jugendlichen das Recht auf eine vollwertige, energiereiche und sättigende Mahlzeit haben sollten, ist es notwendig, dass es zu Fisch- und Fleischgerichten auch eine vegetarische Alternative gibt. Mittels Abfrage unter den SchülerInnen und den Lehrkräften müsste der Mengenbedarf an vegetarischen Gerichten schnell ersichtlich sein und kann so unkompliziert beim Caterer mitbestellt oder von Seiten der Küche als separates Gericht gekocht werden.

An allen Standorten, an denen die LHM direkten Einfluss auf die Essensauswahl hat, sollte sich solch ein Verfahren schnell und unkompliziert umsetzen lassen. Für alle anderen EssensteilnehmerInnen ändert sich nichts am Verfahren, da auch weiterhin Fleisch und Fisch angeboten werden und die vegetarischen Alternativen nur als zusätzliche Option angeboten wird.

An allen Standorten an denen die LHM keinerlei Einfluss auf die Essensauswahl hat, kann das Referat für Bildung und Sport die Schulen darüber informieren und dazu sensibilisieren, dass sie für die SchülerInnen, die sich vegetarisch ernähren, eine entsprechende Essensauswahl bereitstellen.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Initiative: Sebastian Weisenburger, Sabine Krieger, Jutta Koller, Anja Berger, Oswald Utz

Mitglieder des Stadtrates

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