Verkehrswende jetzt einleiten – 7 konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Radverkehrs

P R E S S E M I T T E I L U N G

Mit einem siebenteiligen Antragspaket wollen Die Grünen – rosa liste den Radverkehr an einigen besonders wichtigen und viel diskutierten Problemstellen der Stadt neu regeln. Stadtrat Paul Bickelbacher begründete den Vorstoß mit der Notwendigkeit, das Radfahren stadtweit attraktiver zu machen, um die angestrebte Verkehrswende in München tatsächlich zu verwirklichen. Paul Bickelbacher: „Bekenntnisse zur Förderung des Radverkehrs gibt es mittlerweile aus allen politischen Richtungen. Doch wer wirklich Alternativen zum Autofahren schaffen will, muss dem Radverkehr günstigere Bedingungen schaffen und kommt nicht darum herum, den Straßenraum umzuverteilen. Daran hapert es in München noch vielerorts – für einige der problematischsten Stellen machen wir heute konkrete Vorschläge zu einer fahrradfreundlichen Umgestaltung.“

Die Vorschläge der Grünen – rosa liste:

Eine neue Nord-Süd-Querung der Altstadt vom Odeonsplatz über die Residenzstraße, den Max-Josephs-Platz, den Hofgraben (in Nord-Süd-Richtung) und die Pfisterstraße zur Sparkassenstraße. Dazu wird die Residenzstraße zur reinen Fahrradstraße ohne Kfz-Verkehr umgestaltet, mit breiten Gehsteigen auf der Westseite und einer ca. 4 m breiten Fahrrad-Fahrbahn (s. Visualisierung unten). Der Max-Josephs-Platz wird als Platzfläche mit gemeinsamem Fuß- und Radverkehr im Sinne eines Shared Space gestaltet und die Wendemöglichkeit für Kfz, die weder den Hofgraben noch die Opern-Tiefgarage nutzen, östlich des Hofgrabens verlegt.
Paul Bickelbacher: „Die bisherige Streckenführung über die Alfons-Goppel-Straße ist ein Umweg – und entsprechend verhalten sich die Radfahrenden, die in weit größerer Zahl die Residenzstraße nutzen. Diese ‚Abstimmung mit Pedalen‘ kann die Stadt auf Dauer nicht ignorieren und sollte besser Konsequenzen daraus ziehen.“

– Einrichtung von mindestens 2,30 m breiten Radstreifen in der Ludwigstraße südlich des Siegestors bis zum Odeonsplatz als Provisorium bis zur Fertigstellung der Radschnellwegtrasse Leopold-/Ludwigstraße.

Eine Radroute vom Olympiapark über das Kreativfeld (ehemalige Luitpold-Kaserne) und weiter über die Heßstraße in die Maxvorstadt möglichst mit einer Brücke über die Schwere-Reiterstraße. Damit würde auch eine attraktive Anbindung des Kreativquartieres an der Dachauerstraße an die Innenstadt geschaffen.

– In der Fraunhoferstraße: Abmarkierung von zwei Meter breiten Radstreifen und Verbreiterung der  Gehsteige auf ca. 3,50 Meter. Außerdem Erweiterung der Fahrrad-Abstellanlagen an den U-Bahn-Abgängen auf Kosten von Kfz-Stellplätzen und punktuelle Begrünung der Fraunhoferstraße. Schaffung von Lieferzonen in den Querstraßen.

– In der Rosenheimer Straße: zwischen Rosenheimer Platz und Orleanstraße Realisierung der 2014 von der Groko verworfenen Radstreifen gemäß den Planungen des Ingenieurbüros Kaulen.
Paul Bickelbacher: „Mit der Baustelle der Ludwigsbrücke, die nur einspurigen Kfz-Verkehr zulässt, und der am 10.4. beschlossenen Variante zur Ludwigsbrücke mit einer Fahrspur pro Richtung wird die Kapazität für den Kfz-Verkehr in der Rosenheimer Straße sowieso nur noch beschränkt in Anspruch genommen werden, so dass eine Einspurigkeit für den Kfz-Verkehr kein Problem mehr darstellt, aber gleichzeitig mit separaten Radstreifen für den Radverkehr viel erreicht werden kann.“

– In der Lindwurmstraße: Erstellung von Radstreifen auf Kosten von Fahrspuren auf Kosten von Kfz-Stellplätzen.

In allen Münchner Fahrradstraßen: Anbringen großer Fahrradstraßenlogos und seitlicher Markierungen zur Abgrenzung von parkenden Kfz nach dem Vorbild der Clemensstraße. Baldmöglichst flächenhafte Bevorrechtigung von Fahrradstraßen.

So könnte das in der Residenzstraße aussehen:

Print Friendly

Nach oben scrollen