Verkehrswende jetzt einleiten – autofreie Altstadt IV: Neuaufteilung der Verkehrsflächen zwischen Ludwigsbrücke und Isartor

Antrag

1. Die Verkehrsflächen auf der Ludwigsbrücke, in der Zweibrückenstraße, am Isartor und am Thomas-Wimmer-Ring werden neu aufgeteilt. Folgende Zielsetzung soll der Neuaufteilung der Flächen künftig zugrunde gelegt werden: Mehr Platz und Sicherheit für Fuß- und Radverkehr, sowie staufreie Fahrt für die Tram mit komfortablen Haltestellen. Das bedeutet im einzelnen konkret:

·       sowohl auf der Ludwigsbrücke als auch in der Zweibrückenstraße erhält der Kfz-Verkehr künftig nur mehr eine Fahrspur (ggfs. mit zusätzlichen Abbiegespuren im unmittelbaren Kreuzungsbereich).

·       Am Isartor werden die Fahrspuren in Verlängerung der Zweibrückenstraße zusammengezogen und  der freilaufende Rechtsabbieger in den Thomas-Wimmer-Ring entfällt.

·       die Oberfläche am Thomas-Wimmer-Ring wird mit zwei Kfz-Fahrspuren pro Richtung wiederhergestellt. Die gewonnenen Flächen am Isartor und Thomas-Wimmer-Ring werden dem Radverkehr und dem Freiraum zugeschlagen.

·       Am Isartor gibt es zukünftig eine Querung in Verlängerung der Nordostseite der Zweibrückenstr. zum Tal hin und entlang des Altstadtringes von der Blumenstraße zum Thomas-Wimmer-Ring gegenüber dem Isartor.

2. Mit den weiteren Plänen zur Gestaltung des Isartorplatzes wird umgehend begonnen.

3. Der Beschluss wird dem Stadtrat  noch vor der Sommerpause 2019 vorgelegt.

 

Begründung:
Am Thomas-Wimmer-Ring läuft noch bis 2020 eine Großbaustelle mit Reduzierung der Kfz-Fahrspuren. Die Ludwigsbrücke wird ab 2020 über ca. 18 Monate umfassend saniert mit deutlichen Einschränkungen für den Kfz-Verkehr. Im Januar 2018 hat der Stadtrat nach kontroverser Debatte entgegen der Gutachterempfehlung eine 5-spurige Wiederherstellung des Thomas- Wimmer-Rings beschlossen, und eine Evaluierung nach 3 Jahren. Durch die Baustellen auf der Ludwigsbrücke und am Altstadtring-Tunnel werden aber die Verkehrsströme am Altstadtring langfristig verändert, eine sachgerechte Evaluierung kann also nach 3 Jahren gar nicht stattfinden.
Andererseits läuft der Verkehr am Thomas Wimmer-Ring auf vier Spuren anscheinend problemlos, Zitat von Wöhr und Bauer in einem Baustellen-Informationsblatt: „Wir haben festgestellt, dass unser bisheriges Verkehrskonzept gut funktioniert hat, …. ebenso wie die vier Spuren und Tempo 30.“
Im Hinblick auf die klare Zielsetzung einer breiten Stadtratsmehrheit inklusive OB, in München die Verkehrswende zu Lasten des Kfz-Verkehrs endlich mutig anzugehen, wäre es ein absoluter Schildbürgerstreich, an den genannten Straßen keine Neuaufteilung des Straßenraums im Zuge der Baustellen zu vollziehen und die Nachbarn und Anlieger des Isartorplatzes viele Jahre auf eine Umgestaltung warten zu lassen.
Die mutlose Stadtratsentscheidung vom Januar 2018 zum Thomas-Wimmer-Ring muss deshalb schnellstmöglich korrigiert werden.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Herbert Danner
Paul Bickelbacher
Anna Hanusch
Katrin Habenschaden
Dr. Florian Roth
Mitglieder des Stadtrates

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