Von der Autoschneise zum Platz mit Aufenthaltsqualität: Die Umgestaltung der Ludwigsbrücke ist der Beginn der Münchner Verkehrswende

P R E S S E M I T T E I L U N G

Jubel – und eine Portion Erstaunen bei den Grünen – rosa liste über den Stadtratsbeschluss zur Neugestaltung der Verkehrsflächen auf der Ludwigsbrücke. Eine Mehrheit aus Grünen – rosa liste, SPD, ÖDP und Linke folgte einem Antrag der Grünen auf Reduzierung der Fahrspuren auf je eine pro Richtung.
Der so entstandene Platz wird dem Fuß- und Radverkehr sowie dem Öffentlichen Nahverkehr zugutekommen. Außerdem wird am westlichen Brückenkopf eine oberirdische Querung für FußgängerInnen eingerichtet, die bisher gezwungen waren, eine Unterführung zu benutzen oder einen Umweg zu gehen.
Stadtrat Paul Bickelbacher zeigte sich hocherfreut über den Beschluss: „Die Reduzierung auf eine Fahrspur pro Richtung auf der Ludwigsbrücke schafft nicht nur vor dem Deutschen Museum eine völlig neue Situation, sondern wird weit in die Umgebung hineinwirken. Die teilweise sechs Spuren auf der Zweibrückenstraße und am Isartorplatz ergeben nun endgültig keinen Sinn mehr, sodass sich auch dort eine Umgestaltung zugunsten von Fuß- und Radverkehr aufdrängt. Ähnliches gilt für die Rosenheimer Straße, wo die privilegierte Stellung des motorisierten Individualverkehrs nicht mehr zu halten ist. Denn die aktuelle Verkehrsführung lenkt Tausende von Autos auf einen Flaschenhals zu. Hier besteht also ebenfalls dringender Handlungsbedarf. Dass am historischen Standort der ersten Münchner Isarbrücke die Verkehrswende in München ihren Anfang nimmt, ist auch eine große Genugtuung für die grüne Verkehrspolitik, die seit 2013 immer wieder für eine würdige und attraktive Platzgestaltung auf der Ludwigsbrücke gekämpft hat.“

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