Wie hoch sind die Abbrecherquoten bei den Nachwuchskräften der Landeshauptstadt München?

Anfrage

Immer wieder berichten Nachwuchskräfte, dass die Anzahl der Abbrecher*innen in den verschiedenen Ausbildungsrichtungen sehr unterschiedlich hoch sind. Zudem wurde auch betont, dass Nachwuchskräfte oftmals die Landeshauptstadt München verlassen, weil sie mit ihrer Verwendung in der Verwaltung unzufrieden sind. Viele Nachwuchskräfte haben nur sehr geringen oder keinen Einfluss auf die Stellen, auf welchen sie nach Beendigung ihrer Ausbildung eingesetzt werden. Ein besonders drastischer Fall ist ein junger Mann, der nach Beendigung seiner Ausbildung entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch in der Abteilung „Aufenthaltsbeendende Maßnahmen“ der Ausländerbehörde eingesetzt wurde. Einige junge Mitarbeiter*innen verlassen die Stadt auch nach der Zeit, nach welcher sie keine Rückzahlungsverpflichtung mehr haben (z.B. bei verschiedenen dualen Studiengängen). Der LHM müsste – auch hinsichtlich eines immer größer werdenden Mangels an Fachkräften im Verwaltungsbereich – sehr daran gelegen sein, die Abbrecherquoten bei ihren Nachwuchskräften so gering wie möglich zu halten und zukünftige Mitarbeiter*innen so gut es geht zu fördern und zu unterstützen.

Wir fragen daher:

1: Wie hoch sind die Abbrecherquoten bei städtischen Nachwuchskräften in den letzten drei Jahren – mit der Bitte um Aufgliederung auf die einzelnen Studien- und Ausbildungsgänge und eine Differenzierung nach Geschlecht

2: Wie sind die Abbrecherquoten im Vergleich zu anderen Städten mit ähnlichen Studien- und Ausbildungsgängen?

3: Wie schätzt das Personal- und Organisationsreferat die Abbrecherquote ein?

4: Welche Maßnahmen hat das Personal- und Organisationsreferat unternommen um die Abbrecherquoten zu senken?

5: Erfasst das Personal- und Organisationsreferat die Austrittsquoten von ehemaligen Nachwuchskräften nachdem sie reguläre städtische Dienstkräfte geworden sind?

6: Wenn 5 verneint wurde: Warum nicht? Wenn 5 bejaht wurde, wie sind diese Zahlen?

7: Trifft es zu, dass Nachwuchskräfte direkt nachdem ihre Rückzahlungsverpflichtung erlischt, aus städtischen Diensten austreten? Wenn ja, wird dies von der Verwaltung erfasst?

8: Trifft es zu, dass Nachwuchskräfte wenig bis gar keine Mitsprache über ihre zukünftige Verwendung und damit einhergehend über die Auswahl der ersten Stelle nach der Ausbildung haben?

9: Wenn 8 bejaht wurde: Warum? Wie kann das Personal- und Organisationsreferat die Nachwuchskräfte besser in diesem Verfahren beteiligen und die Wünsche und Vorstellungen der jungen Leute berücksichtigen?

10: Was unternimmt die Verwaltung um städtische Nachwuchskräfte während und nach ihrer Ausbildung zu fördern?

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste
Initiative:
Dr. Florian Roth, Angelika Pilz-Strasser, Sebastian Weisenburger.

Mitglieder des Stadtrates

Print Friendly

Nach oben scrollen