Wohnungsbaugenossenschaften weiter stärken

P R E S S E M I T T E I L U N G

Wohnungsbaugenossenschaften weiter stärken

Mit zwei gemeinsamen Anträgen will die Rot-Grüne Rathausmehrheit den genossenschaftlichen
Wohnungsbau in München weiter fördern. So soll die Stadtverwaltung baldmöglichst dem Stadtrat zum
einen darstellen, in welcher Form die Wohnungsgenossenschaften derzeit schon durch die
Landeshauptstadt unterstützt werden. Zum anderen soll das sogenannte „Hamburger Modell“ und seine
Anwendbarkeit auf München erläutert werden.
Dabei soll die gesamte Bandbreite dieses Themas beleuchtet werden: Das geht von den Ausweisungen
der für den genossenschaftlichen Wohnungsbau geeigneten Flächen über eine Berücksichtigung bei
Ausschreibungen bis hin zu den speziellen Beratungsangeboten sowie den spezifischen Fördermodellen
für Genossenschaften wie das München Modell. Ziel ist, die Wirksamkeit der derzeitigen
Förderinstrumente zu überprüfen, um bei der Erarbeitung von „Wohnen in München V“ gezielt reagieren
können.
Das sogenannte „Hamburger Modell“ zur Grundstückvergabe an Wohnungsgenossenschaften und
Baugemeinschaften soll dem Stadtrat ebenfalls dargelegt werden. Insbesondere sollen dabei die
„Konzeptausschreibung“, deren Steuerungswirkung und die rechtliche Bewertung der
Grundstücksvergabe beleuchtet werden. Es soll geklärt werden, inwieweit dieses Modell auf München
übertragbar wäre.
Claudia Tausend, Planungssprecherin der SPD-Stadtratsfraktion:
„Seit Juli 2010 werden Wohnungsgenossenschaften und Baugemeinschaften auf geeigneten
städtischen Flächen zu 40 Prozent berücksichtigt. Allerdings bereiten ihnen die ständig steigenden
Grundstückspreise größte Probleme. Die Wohnungsgenossenschaften nutzen privates Kapital für
gemeinwirtschaftliche Projekte und erstellen so Kosten deckend bezahlbaren Wohnraum in München
und dienen so auch der privaten Altersvorsorge. Sie stärken das bürgerschaftliche Engagement,
stabilisieren Wohnquartiere und tragen zum Erhalt des sozialen Friedens bei. In der Praxis haben sie
sich als dritter Weg zwischen Wohneigentum und Miete bewährt. Die Stadt München unterstützt
traditionell die Bautätigkeit der Münchner Wohnungsgenossenschaften. Die rot-grüne Rathausmehrheit
will das weiter tun und die Fördermodelle den neuen Gegebenheiten anpassen.“

Sabine Krieger, Stadträtin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen-rosa liste:
„Münchner Wohnungsgenossenschaften und Baugemeinschaften haben bereits bewiesen, dass sie im
Gegensatz zum freien Wohnungsmarkt alters- und geschlechtsspezifische Wohnungsangebote,
wohnbegleitende Service- und Nachbarschaftsangebote schaffen können. Da aber der Münchner
Grundstücksmarkt wegen des Zuzugs und des Zustroms von Kapitalanlegern weiter angespannt bleiben
wird, brauchen wir Lösungen, bezahlbaren Wohnraum für Durchschnittsverdiener schaffen. Deshalb
wollen wir durch geeignete Ausschreibungs- und Vergabemodelle die Genossenschaftsidee und die
Baugemeinschaften weiter stärken.“

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